Die "Orion", wird vor jeder Saison aus ihrem Heimathafen Gernsheim zur Ostsee überführt.
Zunächst geht die Fahrt rund 300 km rheinabwärts bis Duisburg. Dabei kommen wir an Loreley, "Deutschem Eck" in Koblenz und dem Kölner Dom vorbei. In Duisburg biegen wir in den Hafenkanal und später in den Rhein-Herne-Kanal ab. Auf dem Weg nach Travemünde gilt es, ein Hebewerk und insgesamt 15 Schleusen zu passieren. Allein im Rhein-Herne-Kanal sind es fünf. Im Dortmund-Ems-Kanal durchfahren wir die Schleuse Münster, im Mittellandkanal die Schleuse Anderten.
Nach dem Durchfahren der Schleuse Uelzen und des Schiffshebewerks Lüneburg-Scharnebeck im Elbe-Seiten-Kanal erreichen wir die Elbe bei Lauenburg. Hier beginnt das schönste Stück der Fahrt - der romantische Elbe-Lübeck-Kanal. Die Verbindung zwischen Elbe und Ostsee wurde schon im 19. Jahrhundert gebaut und mündet nahe der Lübecker Altstadt in die Trave.
Wenn nach der Ankunft in Travemünde der Mast gestellt und die Segel angeschlagen sind, bleibt noch Zeit, um ein kurzes Stück in die Lübecker Bucht zu segeln, um Rigg- und Segeltrimm zu testen.
Am Ende jeder Saison bringen wir die "Orion" zurück in ihren Heimathafen. Diese Tour dauert etwas länger, da wir ja "bergauf" - also gegen die Strömung - fahren müssen. Nachdem der Mast wieder gelegt ist, starten wir in Travemünde und sind nach fünf bis sechs Tagen am Ziel.
Für alle, die gern Schiff fahren, ist diese Talfahrt eine unvergleichliche Erfahrung - rund 900 km quer durch Deutschland auf dem Wasser.
In diesem Jahr liegt die "Orion" im Mittelmeer. Unsere Segelsaison beginnt in Antalya.